24.04.2019 - Sehr Lehrreiche Korrespondenz. Von der Glykation zur Epigenetik

Posted By: Krzysztof Nowak In: COLWAY Newsletter 2019 Comment: 0 Hit: 240

Herr Zych, Sie haben kürzlich einen sehr interessanten Artikel (LINK) über den Einfluss der Glykation auf die Hautalterung geschrieben und eine sehr hochmütige These aufgestellt, dass nur Kollagene, die Sie fördern, die Glykationsprozesse in der Haut verzögern können. Sie haben jedoch nicht besonders viel über die Mechanismen erwähnt, insbesondere über die Mechanismen der Abwehr vor der Glykation. Ich bin Diabetikerin und weiß viel über die Glykation. Ich bin eine langjährige Benutzerin Ihrer Kollagene, die ich schätze und empfehle. Dieses Mal habe ich jedoch die Zweifel, ob sie sich nicht etwa zu einer kasuistischen These zu Werbezwecken gewagt haben.



Sehr geehrte Konsumentin unserer Produkte. Wir haben schon mal die Meinungen ausgetauscht. Sie haben das Wissen und die Erfahrung, die ich respektiere. Aus diesem Grund war ich von diesem Beitrag insofern ergriffen, dass ich andere, wirklich sehr wichtige Angelegenheiten beiseitelegte, zu den Quellen des erwähnten Artikels zurückkehrte und sogar eilte meinen zuverlässigen Berater Marek Jędryczka – einen Arzt und zugleich Biologiedoktor, um Hilfe zu bitten. Und was kam heraus? Ich atmete mit Erleichterung auf. Da gibt es keine kasuistischen Thesen. Im Gegenteil: Im Kampf gegen die Glykation gibt es ein ganzes Gebiet ungenutzten Potenzials der polnischen Kollagene. Auch bei Diabetes!

Ich eile daher mit der Antwort, ausgerüstet mit dem Wissen aus jüngsten wissenschaftlichen Veröffentlichungen und dem Material von einem Wissenschaftler, dem ich vertraue, weil er die objektive Wahrheit noch nie verfehlte.

Glykation ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Prozesse, von denen der bekannteste die nichtenzymatische N-Glykosylierung von Proteinen ist. Diese Erscheinung tritt in jedem lebenden Organismus auf. In seiner Folge entsteht eine Bindung zwischen der Carbonylgruppe eines Zuckers (Glucose, Galactose, Fructose) oder seiner Derivaten (Glyoxal, Methylglyoxal, 3-Desoxyglucoson, Sorbitol, Glyceraldehyl) und der primären Aminogruppe des Proteins.

Der Effekt dieses destruktiven für die Bauproteine Prozesses ist die Entstehung von den sog. Endprodukten einer fortgeschrittenen Glykation (Advanced Glycation Endproducts, AGEs). Bisher wurden etwa fünfzehn davon identifiziert, darunter Pentosidin, Carboxymethyllysin, Pyrralin, Argpyrimidin und die Imidazolderivate. Es wurde nachgewiesen, dass die im Gewebe angesammelten AGE-Strukturen die Funktion der körpereigenen Proteine, insbesondere der fibrillären Proteine, beeinträchtigen. Sie verändern die Struktur der extrazellulären Matrix und die Enzymeigenschaften, erhöhen den oxidativen und den Carbonylstress und all dies führt zu zahlreichen nachteiligen funktionellen Veränderungen in dem Geweben und den Organen.

Am stärksten exponiert sind langlebige Proteine: Kollagen, Kristalline, extrazelluläre Matrixproteine. Auch Albumin, Enzyme, beispielsweise Cyclooxygenase, Insulin, d-Aminolevulindehydratase (ALA-D) und Hämoglobin, alle sind Modifikationen ausgesetzt, die durch die Glykation verursacht werden, aber das kritischste für das System ist der Abbau des Proteins, welches das Bindegewebe bildet – des Kollagens.

Die Glykation tötet das Kollagen, weil die Anlagerung von Zuckermolekülen die Bildung seiner neuen Vernetzungen, aber auch die Abspaltung von Hydroxyl- und Carbonylgruppen erleichtert, wodurch die Übergangsmechanismen dieses Proteins auf ein höheres Entwicklungsstadium beschleunigt werden und somit seine Lebensdauer verkürzt wird. Das ist verbunden mit den strukturellen Veränderungen von Kollagenproteinen, der Verringerung ihrer Löslichkeit, der Entstehung von Vernetzungen (Crosslinks), dem Verlust der funktionellen Eigenschaften von Enzymen. Die Produkte der Glucoseautooxidation und die Anwesenheit von Verbindungen mit reaktiven Carbonylgruppen tragen zur Erhöhung des oxidativen und Carbonylstresses in den Zellen bei. Es wird angenommen, dass die AGEs auch zur Auslösung einer Entzündungsreaktion im Körper beitragen. Die auf den Zellen befindlichen Rezeptoren für AGEs – RAGE – nach der Verbindung mit den Liganden auf den Endothelzellen und Leukozyten, aktivieren sie zur Produktion von entzündlichen Zytokinen und des CRP-Proteins (C-reaktives Protein).

Durch die Modifikation des Kollagens in den Wänden der Blutgefäße, kommt es zu ihrer Versteifung, einer Blutdruckerhöhung und infolgedessen – der Entwicklung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die bei mehr als der Hälfte der Diabetespatienten die Todesursache sind (nach Angaben der WHO).

Trotz dessen gelingt es der Pharmaindustrie, die auf den Verkaufsgewinn von Statinen und blutdrucksenkenden Medikamenten bis zu heutigen Tag eingestellt ist, der Welt den Bedarf an Schutz vor allem von Kollagen vorzuenthalten, was alleine durch die Supplementationsbildung erreicht werden kann.

Die Glykationsprozesse wurden erstmals eben in unserer Haut untersucht. Die direkte Glykation hat die größte Bedeutung für die Proteine der extrazellulären Matrix, z. B. für das Elastin, aber vor allem für das Kollagen. Dieses aus drei Polypeptidketten bestehende Hauptprotein des Bindegewebes enthält unter anderem Glycin, Arginin, Prolin, Hydroxyprolin und Hydroxylysin. Die Alpha-Dicarbonylverbindungen haben eine hohe Affinität zu Arginin, und die Fructose und die Glucose zu Lysin, das in der Struktur des Pro-Kollagen vorkommt. Die Kreuzbindung der Kollagenmoleküle durch AGEs vernetzt die Struktur der interzellulären Matrix, verändert die räumliche Konformation und verlangsamt die Proteolyse. Dadurch gehen die ursprünglichen Eigenschaften des Proteins verloren und ihre Funktionen werden gestört. Im Fall des Kollagens in der Haut werden der Verlust biomechanischer Eigenschaften, die Abnahme die Festigkeit und … ihre Faltenbildung die Folgen sein. Bei Elastin – der Elastizitätsverlust durch die Haut.


Und konkret? Was sagt die Kosmetologie, was sagt COLWAY dazu? Wäre es ohne wissenschaftliche Argumente, in zwei Sätzen möglich?

Natürlich. Die Kosmetologie hat bis jetzt noch kein wirksames Gegenmittel gegen die Glykation von Kollagen und Elastin in der Haut.

Die einzigen Substanzen, die ihre zerstörerische Wirkung verzögern, sind kleine transdermale Peptide, die in der interzellulären Matrix eine für die Kollagenogenese freundliche Umgebung bilden. Sie hemmen den Prozess nicht, tragen jedoch zu einer erhöhten Fibroblastenaktivität bei, was die Periode der wirksamen Produktion und Wartung von Kollagen-Tripelhelix durch die Hautzellen verlängert. COLWAY hat solche Produkte.


Gut. Also konkret: Wie können die Auswirkungen der Glykation bei der Gesichtspflege verzögert werden?

Man sollte verfahren wie bei der Diabetikerdiät, den Fleischkonsum auch begrenzen, und eine Supplementation mit den Aminosäuren und Vorläufern der Kollagenogenese-Prozesse einführen. Vor allem ein natürliches Vitamin C.
Auf die Haut Kosmetika auftragen, die Substanzen enthalten, die vor einer massenartigen und vorzeitigen Kollagenvernetzung schützen.

Ein solches Produkt ist das Natural Kollagen Platinum COLWAY. Ein solches Produkt ist das Atelokollagen COLWAY. Und ehrlich gesagt, und gleichzeitig um auf die erste Frage zurückzukommen - unter allen Anti-Aging Kosmetika der Welt habe ich kein anderes gefunden, welches die Umgebung der Fibroblasten, was die extrazelluläre Matrix selbstverständlich ist, mit natürlichen und histokompatiblen Substanzen anreichert, die aus dem Zerfall der Kollagen-Tripelhelix stammen, was direkt die Produktionszellen der Haut zum Initiieren der überkompensierten Kollagenogenese-Prozesse stimuliert, und gleichzeitig das systemische Kollagen konditioniert, das sich in einem kontinuierlichen Austausch und Transformation in die höheren Entwicklungsstadien befindet. Häufiger gewartete in den Fibroblasten Moleküle des tertiären Kollagens haben eine bessere Chance in die quaternäre Form überzugehen, die bereits eine Fibrille ist, und folglich in die fünfreihige Form, welche ein Kollagenfaser ist – die finale Stütze der dermalen Struktur. Die Kollagenmoleküle, die von den Peptiden und den Aminosäuren umgeben sind, den natürlichen Elementen des Prokollagens, sind hervorragend resistenter gegen die Abspaltung von Hydroxyl- und Carbonylgruppen. Wie die Forschungen zeigen – ist dies die einzige Frontlinie, auf der das Kollagen kleine Kämpfe, in dem jedes Mal sowieso unvermeidlich verlorenen Krieg gegen die nichtenzymatische N-Glykosylierung seiner Struktur, gewinnen kann. Diese kleinen Schlachten sind jedoch wichtig. Jede von ihnen verlängert die Periode des jungen Aussehens unseres Gesichts, genau wie jeder Erfolg bei der Konditionierung des gesamten systemischen Kollagens, sprich des Bindegewebes – unser Leben verlängert.



Wann sollten angefangen werden, sich um sein Kollagen zu kümmern?


Epigenetik
– bitte interessiert Euch unbedingt für dieses Wort! – welche alles neu betrachten lässt, was wir bis jetzt über die Biologie unseres Körpers wussten, ändert auch die Antworten auf die Fragen, wie diese. Jeder kann sich sein Kollagen linsen, indem er zu einem Iridologen geht, der durch die vergrößerten Bilder des Augenapfels ein rücksichtsloses Urteil ausspricht oder eine fantastische Information liefert. Es gibt keine sicherere Kabbala unseres biologischen Schicksals als das genetische Erbe der Kollagenmatrix, welche einige in kompakter, dichter Form und auf natürliche Weise resistent gegen zusätzliche und vorzeitige Vernetzungen vererbten, andere – dünnflüssige, schwache, welche leider weder ein langes noch gesundes Leben voraussagt. Daher werden die Menschen nicht dazu ermutigt, Iridologen aufzusuchen, um sich mit ihrem Kollagen zu befassen. Wozu? Damit sie aufhören ihre Versicherungsbeiträge für „bis dahin Leben“ zu bezahlen oder depressiv werden?

Langsam kann man jedoch damit beginnen. Vor unseren Augen zerfällt das deterministische Zentraldogma der Molekularbiologie. Ich erlaube mir einen kleinen Vortrag, da ich unsere Korrespondenz ohnehin zu Bildungszwecken veröffentlichen möchte.

Das folgende Schema veranschaulicht die These, dass wir in unserem Leben nicht viel für unsere vererbte Kollagenmatrix tun können, da unsere Proteinzellen die genetischen Informationen lesen (und sich genauso verhalten), wie es die Expression des genetischen Materials ihnen diktiert:


Nach dem Zentralen Dogma, findet der Fluss der genetischen Informationen von der DNA über die RNA zu den Proteinen statt (Kollagen ist das wichtigste menschliche Protein), was in der Praxis bedeuten würde, dass unser genetisches Erbe sehr stark ist und unser Leben wesentlich davon anhängt, da wir einen geringen Einfluss auf die „Einmischung“ in die Molekularzellkommunikation haben, die eben so stattfindet.

Aber... zuerst wurde die reverse Transkription entdeckt, d. h. „Umschreiben“ der Information von der RNA auf die DNA stellte sich als möglich heraus. Später wurden Prionen entdeckt und dies war bereits eine Sensation, die an dem Dogma zerrte. Schließlich explodierte die epigenetische Bombe. Um was geht es? Sind dies unverständliche Begriffe? Ich werde versuchen es zu erklären. Vereinfacht gesagt wissen wir jetzt, dass wir unser biologisches Schicksal mehr ändern können, als wir bisher dachten. Die Kollagenmatrix ist auch durchaus korrigierbar! Und wenn sie es ist, dann auch unser ganzes Bindegewebe, also die Funktionalität vieler Organe, also… unsere ganze Gesundheit und unser ganzes Leben!

Wann also sollte angefangen werden, sich um sein Kollagen zu kümmern? Ich werde trotzig folgendes antworten: Als ein junger Mensch kannst du JETZT anfangen, dich nicht nur um dein eigenes Kollagen zu kümmern, sondern auch das deiner Kinder, wenn du sie planst. Interessiere dich für die Epigenetik und eine Substanz wie das Lunasin. Das erste wissenschaftlich beschriebene epigenetische Lebensmittel, welches wir glücklicherweise als zweite auf der Welt haben. Frei zugängig.



Jaroslaw Zych

(konsultiert mit Dr. Marek Jędryczka)

.

14.05.2019 Übersetzung und © by Krzysztof Nowak
Es ist nicht erlaubt Teile des Textes oder den ganzen Text zu vervielfältigen, ohne die Quelle zu nennen: https://kollagen-colway.eu/blog/detail/032019-testimoniale-zum-lunacol-.html

.

Link zum Originaltext: https://colway.pl/en/informations/news/570-od-glikacji-do-epigenetyki

Kommentar

Hinterlasse ein Kommentar